Die Betroffenen sind häufig noch jung und ohne abgeschlossene Ausbildung bzw. ohne Berufs-
bzw. Arbeitserfahrung. Den Alexianern war es deshalb wichtig, ihnen nicht nur eine professionelle Drogenentgiftung anzubieten, sondern von Beginn der Therapie an auch realistische Arbeits- und Beschäftigungsperspektiven aufzuzeigen. Da die Schwelle zu einer regulären Tätigkeit nach abgeschlossener stationärer Entgiftung jedoch häufig noch zu hoch ist, haben wir die Möglichkeit geschaffen, die zuvor begonnene Arbeitstherapie anschließend ambulant noch über mehrere Monate fortzusetzen.
Mit Mitteln der Europäischen Union konnte ein innovatives Modellprojekt "Brücke zur Arbeit" initiiert werden, das auch vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Stadt Köln gefördert wurde und mittlerweile durch ein Folgeprojekt fortgesetzt wird.
Nach einem beratenden Gespräch entscheidet sich jeder Teilnehmer für einen Arbeitsbereich, der seinen persönlichen Zielsetzungen entspricht. Zur Verfügung stehen EDV-/Bürotraining, Schreinerei/Holzbearbeitung, Gärtnerei/Zierpflanzenbau und Haustechnik/Hauswirtschaft. Sollte sich das gewählte Gebiet als ungeeignet erweisen, ist ein Wechsel möglich. Interne Praktika in verschiedenen Abteilungen des Alexianer-Krankenhauses, der Pflegeeinrichtungen und der Alexianer-Service-Betriebe können ebenso organisiert werden wie externe Praktika in Partnerfirmen.
Das Projekt ist im Regelfall auf sechs Monate angelegt. Gestartet wird
mit einer Mindestzeit von 15 Stunden in der Woche, die dann bis zu 35 Stunden
angehoben werden kann. ![]()
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